FachoberschuleSchwerpunkt: Wirtschaft und Informationstechnik A- und B-Form
Steckbrief
Eingangsvoraussetzung
mittlerer Abschluss bei zweijähriger Dauer (A-Form)
mittlerer Abschluss und betriebliche Ausbildung bei einjähriger Dauer (B-Form)
Ausbildungsziel: allgemeine Fachhochschulreife
A-Form: "Ich bin auf die Fachoberschule gegangen, um eine höhere Qualifikation für die Jobsuche zu erlangen. Nach der FOS würde ich am liebsten eine Ausbildung im IT-Bereich beginnen. Außerdem möchte ich mir die Option freihalten, ein Studium zu beginnen. Nach der Ausbildung ein Studium abzuschließen, wäre optimal. Außerdem besteht die Möglichkeit, mit der allgemeinen Fachhochschulreife bei der Bundeswehr eine Offizierslaufbahn einzuschlagen. Es gibt also viele Möglichkeiten, aufbauend auf der FOS seine weitere Laufbahn zu gestalten."
B-Form: "Schon nach der Realschule hatte ich Interesse, beruflich im Bereich Informatik tätig zu sein. Allerdings habe ich erst eine Lehre als Einzelhandelskaufmann absolviert, die mir sehr viel Erfahrung im Berufsalltag gegeben hat. Anschließend habe ich beschlossen, in die Computer- bzw. Informatikbranche zu wechseln. Nach der Ausbildung als Informationstechnischer Assistent wollte ich mich weiterbilden und eine Ausbildung als Fachinformatiker beginnen. Um bessere Chancen auf eine Lehrstelle zu haben, besuche ich die Fachoberschule im Bereich Wirtschaftsinformatik, die auch sehr viele Kenntnisse in Wirtschaft und in Informatik vermittelt. Das finde ich sehr hilfreich. Außerdem hat man die Möglichkeit, ein Studium zu beginnen, wenn man dies möchte."

Der Ausbildungsabschnitt I (A-Form) vermittelt eine berufliche Grundbildung und bereitet auf die Anforderungen des Ausbildungsabschnittes II vor.
Wer eine abgeschlossene - dem Schwerpunkt entsprechende - betriebliche Ausbildung nachweist, kann den Ausbildungsabschnitt I überspringen.
Der Ausbildungsabschnitt II führt über eine Abschlussprüfung zur allgemeinen
F A C H H O C H S C H U L R E I F E.
Zur Vorbereitung auf die Fachhochschulreifeprüfung wird Unterricht in den allgemeinbildenden Fächern und in den Themen- und Aufgabenfeldern des beruflichen Lernbereichs erteilt.
Das Fachhochschulreifezeugnis eröffnet den Zugang zu allen Fachrichtungen der Fachhochschulen bzw. Gesamthochschulen und erfüllt die Voraussetzungen für den Eintritt in eine mittlere/gehobene Beamtenlaufbahn.
Wer eine anspruchsvolle betriebliche Ausbildung, z. B. in den neuen IT-Berufen oder als Kaufmannfrau oder Kaufmann für Tourismus und Freizeit, Bankkauffrau oder Bankkaufmann, Bürokauffrau oder Bürokaufmann, Kauffrau oder Kaufmann für Bürokommunikation, Industriekauffrau oder Industriekaufmann, Versicherungskauffrau oder Versicherungskaufmann anstrebt, wird mit dem Abschlusszeugnis der Fachoberschule seine Einstellungschancen erheblich verbessern.
Die Aufnahme in die Fachoberschule des Ausbildungsabschnitts I setzt einen mittleren Abschluss voraus. Bei Bewerberinnen und Bewerbern mit dem Abschlusszeugnis der Realschule oder der „Zweijährigen Berufsfachschule“ bzw. einem als gleichwertig anerkannten Zeugnis müssen im Abschlusszeugnis in zwei der Fächer
Deutsch, Englisch, Mathematik
mindestens befriedigende Leistungen und in dem verbleibenden Fach mindestens ausreichende Leistungen oder der qualifizierende Realschulabschluss nachgewiesen werden.
Bewerberinnen und Bewerber, die mit dem Halbjahreszeugnis die geforderten Leistungen nicht nachweisen können, teilen uns ihr Interesse an einem Fachoberschulplatz mit, werden in die Interessentenliste aufgenommen und können – sofern noch freie Plätze zur Verfügung stehen – nach Vorlage des Abschlusszeugnisses aufgenommen werden.
Bewerberinnen und Bewerber einer öffentlichen oder staatlich anerkannten gymnasialen Schulform benötigen das Versetzungszeugnis in die Einführungsphase einer öffentlichen oder staatlich anerkannten gymnasialen Oberstufe.
Die Aufnahmevoraussetzungen in den Ausbildungsabschnitt II können durch unterschiedliche Nachweise erfüllt werden. Interessierte wenden sich diesbezüglich bitte an eines unserer angegebenen Büros.
Die Fachoberschule mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik führen wir am Standort Bad Wildungen.

Bis zum 31. März sind über die zurzeit besuchte Schule einzureichen:
- Anmeldeformular
- Kopie des Halbjahreszeugnisses der Klasse 10 bzw. 11 der Berufsfachschule, die zum mittleren Abschluss führt
- Lebenslauf in tabellarischer Form mit Lichtbild
Bewerberinnen und Bewerber, die bereits das Abschlusszeugnis der mittleren Reife mit den geforderten Noten besitzen, müssen sich ebenfalls in diesem Zeitraum bewerben, um sicherzustellen, dass sie in das laufende Aufnahmeverfahren einbezogen werden.
Anmeldungen sind jederzeit möglich, sollten aber bis zum 31. März vorliegen. Die Zusagen für die Einsteigerinnen und Einsteiger in diese Form müssen unabhängig von der A-Form erteilt werden, da die Betreffenden in der Regel Kündigungsfristen zu beachten haben.
Für den Bereich der Berufsschule besteht Schulgeld- und Lernmittelfreiheit.
Eine Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG) ist im Rahmen der allgemeinen Bewilligungsbedingungen für „Direkteinsteiger“ in den Ausbildungsabschnitt II möglich.
Die Förderungsmöglichkeit für Einsteigerinnen und Einsteiger in den Ausbildungsabschnitt I muss im Einzelfall mit dem BAFöG-Amt geklärt werden.
Rahmenstundentafel
1. PflichtbereichSchwerpunktübergreifend
Fach | Stufe 11 | Stufe 12 |
Deutsch | 80 | 160 |
Politik und Wirtschaft | 40 | 80 |
Englisch | 80 | 160 |
Mathematik | 80 | 160 |
Biologie* | 40* | |
Chemie* | 40* | |
Physik* | 40* | |
Religionslehre/Ethik | 80 | |
Sport | 40 | |
* Zwei der Fächer Biologie, Chemie oder Physik mit je 40 Std. |
Schwerpunktbezogener Ausbildungsabschnitt I - Beruflicher Lernbereich
Themen und Aufgabenfelder | ||
Pflichtbereich | ||
11.1 | Funktionszusammenhänge in technischen Systemen | 40 Std. |
11.2 | Grundlagen der Programmierung | 40 Std. |
11.1 | Rechtliche Grundlagen wirtschaftlichen Handels | 40 Std. |
11.2 | Wirtschaftliche Grundtatbestände | 40 Std. |
11.4 | Lern- und Arbeitsmethoden | 40 Std. |
Fachpraktische Ausbildung: Praktikum im Betrieb | * |
Ausbildungsabschnitt II- Beruflicher Lernbereich
Themen und Aufgabenfelder | ||
Pflichtbereich | ||
12.1 | Objektorientierte Softwareentwicklung | 80 Std. |
12.2 | Datenbanksysteme | 80 Std. |
12.1 | Marketing | 80 Std. |
12.2 | Beschaffung und Lagerung | 80 Std. |
12.3 | Projekt | 80 Std. |
Wahlpflichtbereich | ||
alle weiteren Themenfelder beider Schwerpunkte | 40 Std. |
*: Das Praktikum findet an drei Wochentagen - in der Regel Mittwoch, Donnerstag, Freitag – statt. Der Praktikumsplatz wird von den Schülern und Schülerinnen selbst gesucht. Die Zusage des Praktikumsbetriebes muss der Hans-Viessmann-Schule bis zum 15. Mai vorliegen.